Allgemein

Abschied von der Wirklichkeit, Tina Uebel gibt in der ZEIT einige sehr kuriose Beispiele dafür, wie mancherorts Lektoren und sogenannte…

Abschied von der Wirklichkeit
Tina Uebel gibt in der ZEIT einige sehr kuriose Beispiele dafür, wie mancherorts Lektoren und sogenannte Kulturvermittler inzwischen eine Art Vorzensur betreiben. So berichtet sie von
„Absurditäten wie beim Berliner Theatertreffen, wo dem Darsteller eines Neonazis verboten wurde, auf der Bühne ‚das N-Wort‘ auszusprechen. In den Kulissen verabschiedet sich die narrative Darstellung von der Wirklichkeit. Die Rollenprosa, ohnehin eine bedrohte Art, schließt sich ihr an; dass die Meinung eines Protagonisten eine andere oder sogar gegenteilige als die des Verfassers sein kann, ist erfahrungsgemäß eh kaum noch vermittelbar. Wenn aber fiktive Schurken nicht mehr sprechen und handeln können wie Schurken, werden wir in Romanen, Filmen, Theatern eine schöne neue Welt haben, die die reale nicht mehr abbilden kann.“

Your email address will not be published. Required fields are marked *