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Von Fahrradhelmen, der Grünen Jugend und dem Liebesleben der Wombats, Als ich vorgestern das Europaparlament in Straßburg besuchte, ließ ich…

Von Fahrradhelmen, der Grünen Jugend und dem Liebesleben der Wombats
Als ich vorgestern das Europaparlament in Straßburg besuchte, ließ ich ärgerlicherweise — wahrscheinlich in der Cafeteria — meinen Fahrradhelm liegen und bemerkte das erst nach Mitternacht, als ich mich in der Altstadt zu meinem Hotel in Kehl aufzumachen anschickte. Die Eindrücke waren eben einfach zu eindrucksvoll, zumal ich die Parlamentsbesichtigung nicht allein absolvierte, sondern eine kluge, eloquente und überhaupt ganz hinreißende Führerin (darf man das so sagen?) hatte, deren Anwesenheit allein jede Achtsamkeit für so schnöde, wenn auch nützliche Dinge wie einen Fahrradhelm geradezu zwangsläufig, wie mir aber erst jetzt im nachhinein klar wird, zum Erliegen bringen mußte. Auf der Rückfahrt kaufte ich mir in Heidelberg-Handschuhsheim kleinbetriebsfördernd dann einen neuen Helm, weil mir der unbehelmte Zustand für den Restweg nach Darmstadt ein doch zu hohes Risiko erschien. Ein gebrochenes Schlüsselbein läßt sich reparieren, ein geschädigtes Hirn leider nicht.
Auch Don Alphonso empfiehlt Fahrradfahrern in seinem neuesten Beitrag, unbedingt einen Helm zu tragen, was mich als Koinzidenz bei der Lektüre gerade sehr amüsiert hat. Sein Beitrag ist aber auch ansonsten sehr belustigend, ja ich bin geneigt zu behaupten, es ist der mit Abstand lustigste seit Don Alphonsos Wechsel von der FAZ zur „Welt“. Das liegt nicht zuletzt an seinem köstlichen Kommentar über ein Photo der Grünen Jugend, das erkennen läßt, daß diese Grüne Jugend von Fahrrädern etwa soviel versteht wie eine Alge im Wattenmeer vom Liebesleben der Wombats in Australien.

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